KI-News der Woche: Alibaba’s Qwen 3.7 Max, Karpathy zu Anthropic & ChatGPT Finanzen

Die wichtigsten KI-Nachrichten der Woche: Alibaba's Qwen 3.7 Max mit 35h autonomer Ausführung, Andrej Karpathy wechselt zu Anthropic, ChatGPT wird zum Finanzassistenten.

Die wichtigsten KI-Entwicklungen der Woche vom 27. Mai 2026: Alibaba lanciert ein neues Agenten-Modell für bis zu 35 Stunden autonome Ausführung, Star-Entwickler Andrej Karpathy wechselt zu Anthropic und OpenAI baut ChatGPT zum persönlichen Finanzassistenten aus.

Alibaba Qwen 3.7 Max: 35 Stunden autonome KI-Ausführung

Alibaba hat mit Qwen 3.7 Max sein bisher leistungsstärkstes Sprachmodell vorgestellt. Die Positionierung ist klar: Die Agenten-Ära ist da. Nicht mehr nur Chatten, sondern Code schreiben, debuggen, Office-Workflows automatisieren und komplexe Aufgaben über viele Schritte hinweg bearbeiten.

Besonders beeindruckend ist die Behauptung von Alibaba: Das Modell soll Aufgaben mit hunderten oder sogar tausenden Aktionen stemmen können – mit bis zu 35 Stunden kontinuierlicher autonomer Ausführung und mehr als 1.000 Tool-Calls ohne Performance-Abfall.

Die Benchmark-Ergebnisse sind vielversprechend: Qwen 3.7 Max erreicht auf GPQA Diamond einen Wert von 92,4 und liegt damit auf Augenhöhe mit Claude Opus 4.6. Auf Terminal-Bench und SWE-Bench Pro übertrifft es sogar einige Konkurrenten.

Andrej Karpathy zu Anthropic: Ein Coup im Talent-Wettbewerb

Ein weitreichender Personalwechsel erschüttert die KI-Branche: Andrej Karpathy, OpenAI-Mitbegründer und ehemaliger AI Director bei Tesla, wechselt zu Anthropic. Karpathy ist in der Szene bekannt als einer der wichtigsten Erklärer moderner Deep-Learning-Systeme.

Laut seinem eigenen Post geht er bei Anthropic zurück in Forschung und Entwicklung. Besonders interessant: Er startet im Pre-Training-Team – dem Bereich, in dem die großen Trainingsläufe entstehen, die Claude seine grundlegenden Fähigkeiten geben.

Für Anthropic ist das ein starkes Signal im Talentrennen mit OpenAI, Google und xAI. Der Wechsel zeigt: Anthropic holt nicht nur einen prominenten Namen, sondern gezielt jemanden, der sowohl Modelltheorie als auch große Trainingspraxis versteht.

ChatGPT wird zum Finanzassistenten

OpenAI erweitert ChatGPT um eine Finanzfunktion. Nutzer können ihre Finanzkonten verbinden und erhalten ein Dashboard für Ausgaben, Rechnungen, Abonnements, Vermögen und Investments.

Die Kontoverbindung läuft über Plaid und unterstützt über 12.000 Finanzinstitute. ChatGPT hilft dabei, Muster zu erkennen und Szenarien durchzudenken. Wichtige Einschränkung: Das System kann kein Geld bewegen, keine Rechnungen bezahlen und keine Trades ausführen.

Die Funktion ist aktuell als Preview für Pro-Nutzer in den USA verfügbar – Deutschland muss noch warten.

Fazit: Die KI-Industrie beschleunigt sich weiter

Diese Woche zeigt drei wichtige Trends: Agenten-Modelle mit immer längerer autonomer Ausführung, der Kampf um Top-Talente zwischen den großen Playern und die Ausweitung von KI in immer persönlichere Bereiche wie Finanzmanagement.

Quellen: Digitale Profis (27.05.2026), Alibaba Cloud, CNBC, TechCrunch

Stand: 29. Mai 2026

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