Google schaltet Text Guidelines in AI Max weltweit frei

Google erweitert Text Guidelines in AI Max weltweit. Advertiser können KI-Anzeigentexte in Search und Performance Max enger an Markenregeln koppeln.
Google AI Max Text Guidelines, technisches Interface

Google hat die Text Guidelines in AI Max laut offiziellem Blogpost weltweit für alle Werbetreibenden freigeschaltet.

Google erweitert die Beta-Zugänge für Text Guidelines in AI Max ab sofort weltweit auf alle Werbetreibenden. Die Funktion steht nach Angaben des Unternehmens nun mit voller Sprach- und Branchenunterstützung für AI Max for Search sowie Performance-Max-Kampagnen bereit. Damit können Advertiser KI-generierte Anzeigentexte enger an Markenregeln, Wortlisten und Formulierungsverbote koppeln.

Mehr Kontrolle für KI-generierte Anzeigentexte

Im Kern ergänzt Google seine Text-Customization-Funktionen um eine zusätzliche Steuerungsebene. Werbetreibende können der KI per natürlicher Sprache vorgeben, welche Begriffe ausgeschlossen oder welche Aussagen vermieden werden sollen. Google nennt als Beispiele Formulierungen wie „unsere Produkte nicht als billig darstellen“ oder „keine Sprache wie ‚nur für‘ verwenden“.

Laut Google sind die Text Guidelines kampagnenweit angelegt. Sie greifen damit nicht nur für neu erzeugte Textbausteine, sondern auch für bereits vorhandene Google-optimierte Text-Assets. In der Hilfe-Dokumentation weist Google darauf hin, dass bestehende Assets gestoppt und als entfernt markiert werden können, wenn sie neuen Vorgaben widersprechen.

Grenzen und Regeln in der Hilfe-Dokumentation

Die Google-Ads-Hilfe beschreibt zwei zentrale Stellschrauben: Term Exclusions und Messaging Restrictions. Pro Kampagne sind bis zu 25 exakte Wort- oder Phrasenausschlüsse sowie bis zu 40 inhaltliche oder stilistische Einschränkungen möglich. Voraussetzung ist, dass Text Customization in der jeweiligen Search- oder Performance-Max-Kampagne aktiviert ist.

Wichtig ist dabei: Wortausschlüsse arbeiten sprachspezifisch und nach exaktem Abgleich. Wer also einen englischen Begriff ausschließt, blockiert damit nicht automatisch Übersetzungen in anderen Sprachen. Für breitere Leitplanken empfiehlt Google deshalb Messaging Restrictions statt einzelner Termlisten.

Google verweist auf erste Performance-Beispiele

Google verbindet die globale Freischaltung mit einem klaren Leistungsversprechen. Im offiziellen Blog nennt das Unternehmen den Autohersteller BYD als frühen Nutzer der Funktion. Demnach habe BYD seine Lead-Zahl um 24 Prozent gesteigert und die Kosten pro Lead zugleich um 26 Prozent gesenkt, während die Text Guidelines die Einhaltung von Markenstandards abgesichert hätten.

Solche Beispiele sind naturgemäß Herstellerangaben und kein allgemeingültiger Benchmark. Trotzdem zeigt die Veröffentlichung, wohin sich Googles Produktlogik bewegt: mehr Automatisierung in der Kampagnenerstellung, aber mit zusätzlichen Korrekturschienen für Tonalität, Claims und sensible Begriffe.

Was sich für Search und Performance Max ändert

Die Neuerung ist vor allem für Teams relevant, die generative Funktionen in großem Maßstab nutzen und bisher mit inkonsistenten Formulierungen, zu aggressiven Claims oder Markenton-Problemen zu kämpfen hatten. Gerade in Performance Max und AI Max for Search verschiebt sich die operative Arbeit damit weiter von der manuellen Texterstellung hin zur Definition von Regeln, Grenzen und Qualitätsstandards.

Dass Google die Funktion nun ausdrücklich global, sprachübergreifend und für alle Verticals ausrollt, deutet zudem darauf hin, dass Text Guidelines von einer Beta-Nischenfunktion zu einem regulären Governance-Werkzeug für KI-Kreatives werden sollen.

Ein weiterer Schritt in Googles AI-Max-Strategie

Die Ausweitung passt zu Googles jüngstem Kurs im Ads-Bereich: Mehr Kampagnenlogik, Gebotssteuerung und Creative-Erstellung wandern in automatisierte Systeme, während Werbetreibende über Leitplanken und First-Party-Signale gegensteuern. Fachmedien wie Search Engine Land und Search Engine Roundtable ordnen den Schritt deshalb vor allem als Antwort auf ein zentrales Spannungsfeld ein: mehr KI-Reichweite, ohne die Markenkontrolle zu verlieren.

Für Agenturen und Inhouse-Teams dürfte damit die Frage wichtiger werden, wie sauber Markenregeln, verbotene Begriffe und sensible Aussagen in den Konten dokumentiert und gepflegt sind. Denn genau diese Regeln bilden nun zunehmend die operative Grundlage für automatisch erzeugte Anzeigenbotschaften.

Quellen

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