Ab dem 1. Juli 2026 erhebt Meta zusätzliche Gebühren für Anzeigen, die in bestimmten europäischen Ländern ausgespielt werden. Werbetreibende in Deutschland, Österreich und der Schweiz müssen ihre Budgetplanung anpassen.
Meta hat Werbetreibende in einer Erinnerungs-Mail über die anstehende Änderung informiert. Die sogenannten Standortgebühren werden auf die regulären Werbeausgaben aufgeschlagen und decken Digital Service Taxes (DST) sowie andere standortbezogene Abgaben ab, die Meta in diesen Regionen entstehen.
Betroffene Länder und Gebührensätze ab Juli 2026
- Österreich: 5 %
- Frankreich: 3 %
- Italien: 3 %
- Spanien: 3 %
- Türkei: 5 %
- Vereinigtes Königreich: 2 %
Deutschland ist nicht direkt betroffen — weil hier noch keine Digital Service Tax eingeführt wurde. Doch Agenturen, die für Kunden in Österreich, Frankreich oder dem Vereinigten Königreich werben, müssen die Zusatzkosten einplanen. Die Gebühren beziehen sich auf den Ort der Ausspielung, nicht auf den Sitz des Unternehmens.
Bisher trug Meta diese Kosten selbst. Das ändert sich mit dem 1. Juli. Die Gebühren erscheinen als separater Posten auf der Rechnung und sind nicht in den Kampagnenbudgets des Werbeanzeigenmanagers enthalten. Auch die Mehrwertsteuer wird auf den Gesamtbetrag (Werbekosten plus Standortgebühr) berechnet.
Meta rät Werbetreibenden, die eigene Liste betroffener Werbekonten zu prüfen und interne Teams (Finanzen, Beschaffung, Medien) frühzeitig einzubinden. Die Liste der betroffenen Länder und die Höhe der Gebühren können sich ändern, je nach Entwicklung der lokalen Vorschriften.
