Microsoft Advertising hat im März 2026 selbst verwaltbare Negative Keywords für Performance-Max-Kampagnen freigeschaltet. Neu ist nicht nur die manuelle Pflege in der Oberfläche: Auch API, Editor und der Import aus Google Ads werden unterstützt. Für Werbetreibende ist das vor allem deshalb relevant, weil Performance Max in Microsofts Werbesystem damit ein Stück kontrollierbarer wird.
Negative Keywords gelten in PMax zunächst nur für Search und Shopping
Laut dem offiziellen Produktupdate von Microsoft Advertising lassen sich Negative Keywords in Performance Max jetzt ähnlich wie in klassischen Suchkampagnen hinzufügen, ändern oder löschen. Auch Negative-Keyword-Listen werden unterstützt. Diese können auf Kampagnen- oder Kontoebene eingesetzt werden.
Microsoft schränkt den Geltungsbereich aber zunächst ein: Die Ausschlüsse greifen aktuell nur für Search- und Shopping-Inventar innerhalb von Performance Max. Für andere Ausspielungen innerhalb des PMax-Systems bedeutet das weiterhin begrenzte Steuerungsmöglichkeiten.
Import aus Google Ads und Anbindung an API und Editor
Bemerkenswert ist vor allem die technische Anschlussfähigkeit. Microsoft nennt ausdrücklich die Unterstützung für API, Advertising Editor und den Import aus Google Ads. Gerade für Teams, die Kampagnen parallel auf Google Ads und Microsoft Advertising steuern oder Setups spiegeln, reduziert das den manuellen Pflegeaufwand.
Zusätzliche Berichte aus dem PPC-Umfeld, unter anderem über PPC News Feed, verweisen darauf, dass auch Negative-Keyword-Listen in die neue Unterstützung einbezogen sind. Genannt wird dort zudem eine Größenordnung von bis zu 5.000 Begriffen pro Liste. Das deckt sich mit der Richtung des offiziellen Microsoft-Updates, auch wenn Detailgrenzen im Blogpost selbst nicht vollständig ausformuliert werden.
Microsoft vereinfacht zugleich die Gebotsstrategie-Auswahl
Das Update zu den Negativbegriffen ist Teil eines größeren März-Rollouts. Microsoft bündelt außerdem seine Gebotsstrategien stärker: tCPA und tROAS erscheinen bei neu angelegten Kampagnen künftig als optionale Zielwerte innerhalb von „Maximize Conversions“ beziehungsweise „Maximize Conversion Value“. Laut Microsoft ändert sich an der eigentlichen Performance bestehender Kampagnen nichts; bestehende Setups mit tCPA oder tROAS laufen unverändert weiter.
Damit nähert sich die Bedienlogik stärker an die automatisierten Steuerungsmodelle an, die Werbeplattformen in den vergangenen Quartalen breit ausgebaut haben. Für operative Teams sinkt damit einerseits die Komplexität in der Kampagnenerstellung, andererseits verschiebt sich der Hebel für Steuerung noch stärker in Richtung Feed-Qualität, Signale und Ausschlusslogiken.
Mehr Kontrolle in einem sonst stark automatisierten Kampagnentyp
Performance Max steht seit seiner Einführung für Reichweitenmaximierung über mehrere Inventare hinweg, aber auch für eingeschränkte Transparenz und begrenzte Eingriffsmöglichkeiten. Dass Microsoft nun Negative Keywords direkt in PMax verfügbar macht, ist deshalb mehr als ein kleines Komfort-Update. Der Schritt adressiert einen der häufigsten Praxiswünsche aus dem PPC-Alltag: irrelevante Suchanfragen in automatisierten Kampagnensystemen sauberer auszusieben.
Gerade im B2B-Umfeld, bei erklärungsbedürftigen Angeboten oder in Konten mit engen Margen kann das operative Auswirkungen haben. Wo Ausschlüsse bislang nur über Umwege oder gar nicht möglich waren, lässt sich die Ausspielung nun zumindest im suchnahen Inventar feiner justieren.
Was das März-Update für SEA-Teams signalisiert
Die Neuerung zeigt, dass Microsoft Advertising seine PMax-Logik weiter in Richtung Enterprise-Tauglichkeit ausbaut. Die Kombination aus Self-Serve-Verwaltung, Google-Ads-Import und API-Anbindung spricht weniger Einsteiger als vielmehr Teams an, die Kampagnen strukturiert und plattformübergreifend betreiben.
Für SEA-Teams ist das kein Bruch mit der Automatisierungsstrategie der Plattform, aber ein klares Signal: Microsoft ergänzt die Automatisierung dort um Kontrollpunkte, wo operative Friktion besonders hoch war. Genau diese Balance dürfte darüber entscheiden, wie attraktiv Performance Max für komplexere Accounts in den kommenden Monaten bleibt.
- Microsoft Advertising Blog: Negative keywords for PMax and other product news for March 2026
- Microsoft Advertising Blog
- PPC News Feed: Microsoft PMax keywords lists API integration
Quellen



